Aktuelle Meldungen

Mitgliederversammlung 2017 in Malbun/Liechtenstein

Am 16.9. trafen sich die Präsidenten und Geschäftsführer der CAA- Mitgliedsverbände zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Einladung des Liechtensteiner Alpenvereins in Malbun.

Auf der Tagesordnung stand die Verabschiedung diverser Papiere:

Außerdem wurde eine Beteiligung aller CAA-Verbände an den Kosten zur Entwicklung einer CEN-Norm für Materialseilbahnen mit eingeschränktem Personentransport beschlossen, die von einer international besetzten Kommission unter Beteiligung des DAV erarbeitet wird.

Weiterhin wurde über den Stand der Umsetzung des Online-Reservierungssystem für Hütten, zu dem der CAA eine Anschubfinanzierung gegeben hatte, berichtet. Momentan ist das System bereits auf insgesamt rund 200 Hütten von SAC, DAV, ÖAV und AVS erfolgreich im Einsatz. CAI und PZS möchten das System ebenfalls übernehmen. 

Zum Themenkomplex Alpenkonvention und Makroregionale Alpenstrategie (EUSALP) fand diesmal nur eine kurze Diskussion statt, wobei die Relevanz der Bebachterrolle des CAA bei der Alpenkonvention unterstrichen, aber auch kritisch angemerkt wurde, dass nicht nur NGOs, sondern auch die Alpenkonvention im Rahmen von EUSALP eher wenige Einflussmöglichkeiten hätten. 

Nachdem bereits am Vortag der Mitgliederversammlung ausführlich über die Zukunft des CAA nach der geplanten Gründung eines europäischen Bersportverbandes (EUMA) diskutiert worden war, beschränkte man sich auf eine Zusammenfassung dieser Diskussion. Der CAA soll zunächst als eigenständige Organisation weiterbestehen und sich auf die Alpenkonvention und die Kommissionsarbeit im Alpenraum konzentrieren.

Wie üblich wurden von der Mitgliederversammlung außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet.

Oskar Wörz vom ÖAV, Vizepräsident des CAA, legte aus persönlichen Gründen sein Amt nieder. Außerdem wurde Georg Simeoni (AVS), langjähriger Vorsitzender der CAA-Kommission Hütten und Wege, neu in den Vorstand gewählt, nachdem Miro Erzen (PZS) als neuer Kommissionsvorsitzender bestätigt worden war und daher sein Amt im Vorstand nach drei Jahren abgab. Wörz wurde von den Delegierten mit herzlichem Dank verabschiedet.

 

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Kommission Hütten und Wege auf der Höllentalangerhütte (D)

Jahrestreffen der CAA-Kommissionen Bergsport, Ausbildung und Sicherheit sowie Hütten und Wege

Die CAA-Bergsportkommisssion traf sich am 8.+ 9.Juni auf Einladung des SAC in Bern (CH) und erarbeitete unter Vorsitz von Michael Larcher (ÖAV) 10 Empfehlungen zum Klettern (Indoor). Daneben stand der intensive Austausch über Aktivitäten und Projekte der Verbände im Mittelpunkt, und man befasste sich mit der alpenweiten Notfall-Hotline sowie dem Thema "Gehen am kurzen Seil".
Außerdem wurde über den Entwurf zum Thema "Pedelecs/E-Bikes" diskutiert, mit dem sich anschließend auch die CAA-Hüttenkommission auf ihrem Jahrestreffen am 19./20. Juni auf der Höllentalangerhütte (D) befasste. Der entsprechend geänderte und angepasste Entwurf wird nun nach einer neuerlichen Redaktion dem Vorstand und dann der Mitgliederversammlung vorgelegt. Damit wurde erstmals eine Position von allen drei Fachkommissionen erarbeitet.
Die Hüttenkommission tauschte sich über den aktuellen Stand des Online-REservierungssystems für Hütten, über die Nutzung des Tools des Projekts "Energieeffizienz im Hüttenwesen" und über den Stand bzgl. CEN-Norm für Materialseilbahnen aus. Zusätzlich ging es um die Darstellung von Barrierefreiheit in Tourenportalen. Die Nachfolge für den nach zwei Amtszeiten scheidenden Vorsitzenden Georg Simeoni muss in den kommenden Monaten geregelt werden.

KONSAR in Bozen /Eppan

Jahrestreffen der CAA-Naturschutzkommission in Bozen

Vom 21.-23. April traf sich die CAA-Kommission für Naturschutz und alpine Raumordnung (KONSAR) auf Einladung des Alpenvereins Südtirol in Bozen.
Unter Vorsitz von Marie-Laure Tanon (FFCAM) wurde auführlich über die Aktualisierung der gemeinsamen Positionen zum Klimaschutz, zum Wert der Landschaft und zu Klettersteigen diskutiert. Letztere werden im Nachgang fertiggestellt. Außerdem befasst sich die Kommission mit dem Entwurf für eine Position zum Mountainbiken mit Pedelecs, der anschließend auch von den anderen beiden CAA-Kommissionen diskutiert werden soll. Daneben stand wie immer der Austausch über die zahlreichen Aktivitäten der CAA-Verbände im Naturschutzbereich auf der Agenda, außerdem die Information über Aktuelles bei Alpenkonvention und EUSALP sowie die geplante Gründung des europäischen Bergsportverbands EUMA.
Am Sonntag Vormittag rundete eine Exkursion rund um die Montiggler Seen mit fachkundigen Erläuterungen zum besonderen Mischwald das Treffen ab.

AlpenWoche-Bericht, Video und Kooperationsvideo

Unter dem Motto „Alpen & Menschen“ widmete sich die vierte Ausgabe der AlpenWoche den vielen Facetten der Verbindungen zwischen den Alpen und den Menschen, die dort leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Wir freuen uns, dass der Bericht zur AlpenWoche nun auf der Website www.alpweek.org zur Verfügung steht. Er beinhaltet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Veranstaltung zu den drei Themen Demographie, Kultur und Lebensqualität. Außerdem eröffnet der Bericht neue Perspektiven auf die nächste AlpenWoche.

Wie bereits zum Abschluss festgestellt wurde, müssen ehrgeizige politische Strategien entwickelt werden, um überzeugende Lösungen für die Herausforderungen im Alpenraum zu finden. Diese können aus Initiativen der Zivilgesellschaft sowie der lokalen und regionalen Behörden entstehen und durch Kooperation und Vernetzung gefördert werden. Das erfordert einen politischen und sozialen Dialog, den verschiedene alpine Stakeholder suchen – darunter die Alpenkonvention, das Alpenraumprogramm und zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen. Mit ihrem offenen Charakter und sehr vielfältigen Austauschmöglichkeiten bot die AlpenWoche eine Chance für einen solchen Dialog.

Lesen Sie hier mehr…

Hier außerdem der Link zum Video, das die besondere Atmosphäre der Alpenwoche Netzwerk illustriert.

Vielen Dank an alle, die zum Erfolg der AlpenWoche 2016 beigetragen haben!

Veranstalter:  Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen”; Alpenkonvention; Alpenraumprogramm; Verein Alpenstadt des Jahres; CIPRA International; Club Arc Alpin (CAA); ISCAR Alpine Research; Ökomodell Achental.

Hier der Link zum Kooperationsvideo!

Finanzielle Unterstützung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).

 

 

 

CAA-Mitgliederversammlung 2016 in Innsbruck

Stehend v.l.: Bojan Rotovnik (PZS), Gislar Sulzenbacher (AVS), Veronika Schulz (CAA), Franco Capraro (CAI/CAA), Georg Simeoni (AVS), Ingrid Hayek (ÖAV), Vincenzo Torti (CAI), Hélène Denis (FFCAM), Oskar Wörz (CAA/ÖAV), Josef Klenner (DAV), Miro Erzen (CAA/PZS), Matej Planko (PZS), Hans-Peter Walch (LAV), Jerun Vils (SAC). Vorne: Robert Renzler (ÖAV), Klaus-Jürgen Gran (CAA), Heinz Frei (CAA/SAC), Georges Elzière (FFCAM), Olaf Tabor (DAV)

Am 17.9. trafen sich die Delegierten - Präsidenten und Geschäftsführer- der CAA- Mitgliedsverbände zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Einladung des Österreichischen Alpenvereins in Innsbruck.

Beschlossen wurden eine Empfehlung zu Sicherungsgeräten beim Sportklettern, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte, sowie eine gemeinsame Position zur künstlichen Beschneiung, erarbeitet von der CAA-Kommission für Naturschutz und Alpine Raumordnung.

Beim Online-Reservierungssystem für Hütten, zu dem der CAA eine Anschubfinanzierung gegeben hatte, wurde über den aktuellen Stand des Projekts berichtet. Das erweiterte System ist seit Juli 2016 betriebsbereit und bereits auf zahlreichen Hütten von SAC, DAV und ÖAV im Einsatz. Die Entwicklung einer e-Payment-Lösung ist in Arbeit. Momentan ist das System im Besitz von SAC, DAV, ÖAV und AVS. Weitere Verbände können das System später übernehmen und adaptieren.

Für die Nutzung des im Rahmen des 2015 abgeschlossenen CAA-Projekts "Energieeffizienz auf Hütten" entwickelten Tools hat bereits eine Schulung von Hüttenverantwortlichen stattgefunden, so dass die Matrix zur Beurteilung von Bau- und Sanierungsmaßnamen auch praktisch zur Anwendung kommen wird. 

Den Themenkomplex Alpenkonvention, Alpenwoche 2016 und Makroregionale Alpenstrategie (EUSALP) behandelten die Delegierten unter Anwesenheit von Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention, der hervorhob, wie wichtig die Rolle der alpinen Vereine und des CAA als Beobachter der Alpenkonvention sei. Außerdem stellte er das Programm der bevorstehenden Alpenkonferenz der Umweltminister im Oktober in Grassau/Bayern vor und gab einen Ausblick auf die Vorhaben des nachfolgenden Österreichischen Vorsitzes 2017/18.

Die langjährige Kassierin im CAA-Vorstand, Gianna Rauch, legte auf eigenen Wunsch ihr Amt nieder und wurde von den Delegierten mit herzlichem Dank verabschiedet. Ihren Platz im CAA-Vorstand wird Heinz Frei, Mitglied des SAC–Zentralvorstands, einnehmen, der einstimmig gewählt wurde.

Am Vortag hatten die Delegierten über aktuelle Herausforderungen der alpinen Verbände im CAA diskutiert, was in Folge der letztjährigen Diskussion ein Beitrag zum Erfahrungsaustausch und zu einem besseren Verständnis untereinander sein sollte.

Diskutiert wurde von der Mitgliederversammlung außerdem auch ausführlich über die Gründung eines Europäischen Bergsportverbands, den die meisten grundsätzlich als notwendig betrachten. Über die Gestalt eines solchen Verbandes bestehen allerdings noch unterschiedliche Vorstellungen.

Wie üblich wurden von der Mitgliederversammlung außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet.

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Treffen Sie uns bei der

AlpenWoche: Alpen & Menschen,

 vom 11.-15. Oktober 2016 in Grassau (Deutschland)!

An 25 Sessions, 20 Marktständen und vier Exkursionen können Sie sich informieren über aktuelle Herausforderungen und gemeinsam mit anderen Teilnehmenden Lösungen entwickeln in den Bereichen Kultur, Demografie und Lebensqualität in den Alpen.

Die AlpenWoche ist eine internationale Veranstaltung über neue und vielversprechende Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum. Sie wird von führenden Organisationen, die sich für regionale und nachhaltige Entwicklung in den Alpen engagieren, gemeinsam veranstaltet und findet alle vier Jahre statt. Die AlpenWoche 2016 wird unter dem deutschen Vorsitz der Alpenkonvention ausgerichtet.

Der Österreichische Alpenverein wird am 12.10. eine Session zum Thema "Bergsport & Gesundheit" veranstalten.

Information und Anmeldung: www.alpweek.org

Veranstalter:

Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen”; Alpenkonvention; Interreg Alpenraumprogramm; Verein Alpenstadt des Jahres; CIPRA International; Club Arc Alpin; ISCAR; Ökomodell Achental.

Finanzielle Unterstützung:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).

AlpenWoche

SemaineAlpine

SettimanaAlpina

AlpskiTeden

AlpWeek

Alpen & Menschen

Des Alpes & des gens

Le Alpi & la gente

Alpe & ljudje

Alps & People

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Festansprache von CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran zur Eröffnung der neuen Landesgeschäftsstelle des Alpenvereins Südtirol (AVS) am 1.4.2016 in Bozen: Abriss der Geschichte des AVS, Einblicke in die CAA-Historie und aktuelle Herausforderungen. 

CAA-Mitgliederversammlung 2015 in Brixen

Klaus-Jürgen Gran (CAA/DAV), Jerun Vils (SAC), Robert Renzler (ÖAV), Olaf Tabor (DAV), Melanie Grimm (DAV), Gislar Sulzenbacher (AVS), Georges Elzière (FFCAM), Ingrid Hayek (ÖAV), Jörg Ruckriegel (DAV), Veronika Schulz (CAA), Michael Larcher (ÖAV), Francoise Jaquet (SAC), Matthäus Hoop (LAV), Hélène Denís (FFCAM), MArianne Hoop (LAV), Bojan Rotovnik (PZS), Georg Simeoni (AVS), Franco Capraro (CAA/CAI), Miro Erzen (CAA(CAI), Anton Jesenko (PZS). Leider nicht auf dem Foto: Oskar Wörz (CAA/ÖAV), Umberto Martini (CAI)

Am 12.9. trafen sich die Delegierten der CAA-Mitgliedsverbände - die Präsidenten und Geschäftsführer - zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Einladung des Alpenvereins Südtirol in Brixen.

Beschlossen wurden gemeinsame Empfehlungen zur Sicherheit auf Skitouren, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte, sowie die endgültige Version der Empfehlungen zur Sicherheit auf Hochtouren.

Beim Online-Reservierungssystem für Hütten, zu dem der CAA die Anschubfinanzierung gegeben hatte, wurde über den aktuellen Stand des Projekts berichtet. Danach wird das anfänglich unter Ägide des SAC entwickelte System, das dieser bereits erfolgreich einsetzt, spätestens im Sommer 2016 auch den DAV-, ÖAV- und AVS-Hütten zu Verfügung stehen und den Wirten die Verwaltung der Schlafplätze erleichtern.

Abgeschlossen ist nunmehr das CAA-Projekt "Energieeffizienz auf Hütten", dessen Ergebnisse den Sektionen und technisch versierten Hüttenverantwortlichen erlauben, mit Hilfe einer Matrix zu beurteilen, wie energieeffizient einzelne Sanierungs- oder Baumaßnahmen tatsächlich sind.

Diskutiert wurde außerdem über den Themenkomplex Alpenkonvention und Makroregionale Alpenstrategie, mit dem den CAA sich als alpenweiter Dachverband und offizieller Beobachter der Alpenkonvention intensiv befasst. Im Oktober 2016 wird der CAA einer der organisierenden Partner der Alpenwoche/Alpweek in Grassau/Chiemgau sein, einem bunten Festival rund um alpenrelevante Themen im Zusammenhang mit der Konferenz der Umweltminister, die den deutschen Vorsitz der Alpenkonvention abschließen wird.

Am Vortag hatten die Delegierten bereits gesondert über die zukünftigen Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte des CAA diskutiert. Größeres Augenmerk soll in Zukunft der internen Kommunikation und dem Erfahrungsaustausch gelten, Strukturveränderungen beim CAA werden dagegen nicht als notwendig angesehen.

Wie üblich wurden von der Mitgliederversammlung außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet.
Zu guter Letzt wurde Klaus-Jürgen Gran vom DAV von den Delegierten einstimmig für eine zweite Amtsperiode als Präsident des CAA wiedergewählt.

Jahrestreffen der CAA-Kommissionen Bergsport, Ausbildung und Sicherheit und Hütten und Wege
Die CAA-Kommission Bergsport, Ausbildung und Sicherheit hat auf ihrem Jahrestreffen im Juni auf dem Pordoipass gemeinsame Empfehlungen für Skitouren erarbeitet, die im September von der Mitgliederversammlung beschlossen werden sollen. Des Weiteren wurde ein Entwurf für eine Position zu Sicherungsgeräten diskutiert, mit dem die Kommission sich noch intensiver befassen wird.

Beim Jahrestreffen der CAA-Kommission Hütten und Wege auf der Liechtensteiner Gafadura-Hütte am 21./22.Juni stand neben dem Abschluss des Projekts „Energieeffizienz im Hüttenwesen“ das gemeinsame Online-Reservierungssystem für Hütten im Mittelpunkt, zu dem der CAA eine Anschubfinanzierung geleistet hat. Im kommenden Winter sollen die ersten Hütten damit arbeiten, ab Sommer 2016 dann alle interessierten Hütten von DAV, ÖAV und AVS.

Jahrestreffen 2015 der CAA-Kommission für Naturschutz und Alpine Raumordnung

Auf ihrem diesjährigen Treffen vom 24.-26. April auf Einladung des LAV in Schaan/Liechtenstein befasste sich die Kommission schwerpunktmäßig mit dem Thema Mountainbiken und Umwelt. Die Rahmenbedingungen in den Alpenstaaten sind durch die unterschiedliche Gesetzeslage verschieden und auch die Integration von Mountainbiken in die Ausbildungsgänge der alpinen Vereine unterscheidet sich erheblich. Ähnlich ist aber in mehreren Verbänden der mittlerweile oft hohe Anteil aktiver Biker in der Mitgliederstruktur – rund ein Drittel – sowie teilweise Probleme mit Erosion und vor allem mit Konflikten zwischen Mountainbikern und Wanderern. Die Kommission einigte sich darauf, dass wegen der großen Unterschiede ein gemeinsames Positionspapier nicht sinnvoll ist, man aber eine Sammlung von „Best Practice“-Beispielen mit Fokus auf Umweltaspekten anfertigen möchte. 

Daneben wurde über weitere Themen für alpenweite Grundsatzpapiere diskutiert: die Kommission hat die Absicht, eine gemeinsame Position der alpinen Vereine zur künstlichen Beschneiung zu erarbeiten. Außerdem wird die Kommission Jörg Ruckriegel (DAV), der der Kommission seit vier Jahren vorsitzt, dem CAA-Vorstand für eine weitere vierjährige Amtsperiode als Vorsitzenden vorschlagen. Wie immer diente die Kommissionssitzung daneben dem wichtigen Informations- und Erfahrungsaustausch über die aktuellen Tätigkeiten der Verbände im Naturschutzbereich und zur Information der Kommissionsmitglieder über derzeitige Schwerpunkte der Vorstandstätigkeit im CAA.

Die nächste Sitzung wird im April 2016 in den französischen Alpen stattfinden.

CAA-Mitgliederversammlung 2014 in Paris

Auf Einladung des französischen Alpenvereins FFCAM fand die diesjährige CAA-Mitgliederversammlung am 13.9. diesmal fern der Alpen in Paris statt.

In der Reihe der Empfehlungen zu den Bergsportdisziplinen beschlossen die Delegierten 10 Empfehlungen zur Sicherheit auf Hochtouren, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte. Außerdem wurde das CAA-Positionspapier zu Windkraftanlagen im Gebirgsraum von 2006 aktualisiert und verabschiedet. 

Eine neue gemeinsame Position beschloss die Mitgliederversammlung zur Bedeutung der Landschaft: Es ist genau die, die für viele Bergsportler und sonstige Besucher die Fasziniation der Alpen ausmacht und Identät der Bewohner bestimmt, die aber immer stärker unter Druck gerät.

Ein ganz praktisches Projekt verfolgt der CAA ab sofort mit der Anschubfinanzierung für ein gemeinsames Online-Reservierungssystem für Hüttenübernachtungen, das dem einzelnen Gast seine Reservierungen - auch grenzüberschreitend - und den Hüttenwirten deren Verwaltung erleichtern soll.

Noch nicht ganz, aber fast abgeschlossen ist das CAA-Projekt "Energieeffizienz auf Hütten", dessen Ergebnisse den Sektionen und Hüttenverantwortlichen erlauben wird, mit Hilfe einer Matrix zu beurteilen, wie energieeffizient einzelne Sanierungs- oder Baumaßnahmen tatsächlich sind.

Diskutiert wurde außerdem über den Themenkomplex Alpenkonvention und Makroregionale Alpenstrategie, der den CAA als (auch politischen) alpenweiten Dachverband intensiv beschäftigt. Die Verbände wurden nochmals gebeten, sich an der noch bis Mitte Oktober laufenden öffentlichen Konsultation zur EUSALP (s.u.) zu beteiligen, gern auch über den CAA.

Wie üblich wurden außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet. Zu guter letzt wurde der langjährige CAA-Vizepräsident Danilo Skerbinek (PZS), der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren konnte, von Präsident Gran mit warmen Worten und unter Beifall der Mitgliederversammlung verabschiedet. Anschließend wählte die Mitgliederversammlung Miro Erzen (PZS) neu in den Vorstand. Vizepräsident wird nun Oskar Wörz (OeAV) sein, der genau wie Franco Capraro (CAI) in eine zweite Amtsperiode gewählt wurde. 

 

I

Öffentliche Anhörung zur makroregionalen Alpenstrategie EUSALP


Seit dem 16. Juli läuft die öffentliche Anhörung der EU-Kommission zur makroregionalen Alpenstrategie. Bis 15. Oktober können alle Interessierten mit Hilfe eines Fragebogens mit zahlreichen offenen Fragen zu den in einem Begleittext in Kurzform erläuterten geplanten Prinzipien der EUSALP Stellung nehmen und ihrerseits Vorschläge machen und ihre Ideen einbringen.

Link zur Konsultation in den vier Alpensprachen und Englisch

Die Prinzipien wurden im Frühjahr 2014 von drei thematischen Arbeitsgruppen und der Steuerungsgruppe erarbeitet und sind um die drei Säulen des sogenannten "Grenoble-Dokuments" gruppiert, in Kurzform: 1. Nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung, 2. Territoriale Vernetzung, Verkehr, 2. Natürliche und kulturelle Ressourcen, Energie. Die Zivilgesellschaft - zu der auch die Alpenvereine zu zählen sind - war lediglich in den Arbeitsgruppen durch jeweils eine von der CIPRA ernannte Person für das "Alpine Network", das aus Beobachtern der Alpenkonvention bestand, vertreten. In der Steuerungsgruppe waren und sind Staaten und Regionen weitgehend unter sich. Alpenkonvention und Alpine Space Progamm hatten bzw. haben Beobachterstatus. Umso wichtiger ist es, dass sich diejenigen, denen der Schutz der Alpen am Herzen liegt, jetzt zahlreich an der Anhörung beteiligen.

Der CAA wird an der Anhörung teilnehmen und steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zur EUSALP auch auf der Website der CIPRA und beim Projekt Alpen.leben, dass sich mit dem Thema EUSALP und der Alpenkonvention befasst.

 

 

CAA-Podiumsdiskussion „Die Rolle der Alpen – Zentrum Europas oder Hinterland der Metropolen“? im Münchner Alpinen Museum

CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran, dahinter Dr. Christian Baumgartner, Foto: DAV
Foto: DAV
Prof. Werner Bätzing Foto: DAV
Dr. Peter Eggensberger, Eva Nussmüller Foto. DAV

Bietet eine „Makroregionale Alpenstrategie“ einen Mehrwert gegenüber der Alpenkonvention und wenn ja, welchen? Mit welchen Problemen der Alpen beschäftigt man sich in den zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen? Fördert dies die nachhaltige Entwicklung, die ja erklärtes Ziel von allen ist? Diese und viele weitere Fragen diskutierten am Abend des 26.3. 2014 namhafte Experten und Verwaltungsbeamte im Rahmenprogramm der DAV-Ausstellung „Alpen unter Druck“ unter engagierter und fachkundiger Moderation des Alpinjournalisten Axel Klemmer.

CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran stellte in seiner Einführung die Frage, ob denn die geplante Einbeziehung von ca. 66 Millionen Einwohnern in die Gebietskulisse der makroregionalen Strategie nicht zu einer wesentlich komplexeren Interessenlage führe als die, die man schon im Perimeter der Alpenkonvention mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern bisher nicht ganz zufriedenstellend lösen könne.

Alpenforscher Werner Bätzing stellte den neoliberalen Trend fest, Regionen nach Metropolen auszurichten, und damit die eigentlichen Alpen mit ihren Bewohnern zur Peripherie zu machen. Peter Eggensberger vom Bayerischen Umweltministerium sieht dagegen ganz neue Chancen zur Zusammenarbeit und zum Interessensausgleich, er erhofft sich eine integrierte, abgestimmte Alpenpolitik. Christian Baumgartner von CIPRA international glaubt nicht an die Gefahr der Fremdbestimmung, denn auch innerhalb der Alpen gäbe es sehr starke Regionen. Eva Nussmüller von der EU, Expertin für die Makroregion Donauraum, betonte, dass sich die EU bewusst zurückhalte, d.h. die Regionen selbst die Strategie gestalten müssten. Der Donauraum sei noch wesentlich heterogener als die Alpen. Christian Salletmaier vom „Alpine Space Programme“ merkte an, dass manche Probleme besser lokal gelöst werden sollten, während anderes, wie etwa die Biodiversität oder die Nutzung natürlicher Ressourcen, nur grenzübergreifend sinnvoll zu steuern sei, was durch die Projektförderung seines Programms auch passiere. Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention führte das Projekt „Bergsteigerdörfer“ als Positivbeispiel für die Förderung der lokalen Wertschöpfung an und wünscht sich, die Alpen als lebenswerten Raum zu erhalten und sie nicht auf Begriffe wie „Batterie Europas“ zu reduzieren. Franz Ferdinand Türtscher, Bürgermeister der Gemeinde Sonntag im Großen Walsertal, erklärte, dass dort eher eine Förderung des Bundeslandes Vorarlberg erfolge, als dass reiche Gemeinden wie z.B. Lech die ärmeren unterstützten.

Baumgartner vermisst in der kürzlich begonnenen Arbeit der Arbeitsgruppen zur Entwicklung der makroregionalen Strategie bisher die visionären Ziele wie z.B. Lebensqualität oder Suffizienz und sieht die sektorale Herangehensweise, sortiert nach z.B. Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, als eher ungeeignet an. Bätzing plädierte ebenfalls für eine „integrative Orientierung“. Er appellierte, die „funktionalen Verflechtungen“ zwischen Alpen und Vorland „auf Augenhöhe“ zu behandeln, und wies darauf hin, dass die „mentalen und sprachlichen Gräben“ innerhalb der Alpen und zwischen Alpen und Vorland sehr tief seien. Eggensberger forderte die Vertreter der „Zivilgesellschaft“, zu denen auch der CAA und seine Mitgliedsverbände gehören, auf, ihre Ideen in den Prozess einzubringen. Reiterer sieht die makroregionale Strategie auch als Chance, die Alpenkonvention mit Leben zu füllen und die Alpen in Brüssel sichtbarer zu machen.

 „Wohl niemand hat erwartet, dass am Ende des Abends alle Nebel gelichtet sind“, scherzte CAA-Präsident Gran in seinem Schlusswort nach der langen, teilweise anspruchsvollen Diskussion. Aber er kündigte an, dass der CAA sich weiterhin in den Prozess einbringen wird, „um die Idee der Makroregion Alpen mitzugestalten und das Bestmögliche für den Alpenraum herauszuholen, ohne die Errungenschaften der Alpenkonventionen zu gefährden.“  

 Artikel auf der DAV-Website

Podiumsdiskussion: Die Rolle der Alpen – Zentrum Europas oder Hinterland der Metropolen?

Passend zum Beschluss des Europäischen Rats von Dezember 2013, dass eine makroregionale Strategie für die Alpen erarbeitet werden soll, veranstaltet der CAA im Rahmenprogramm der DAV-Ausstellung „Alpen unter Druck“ am 26.3. im Münchner Alpinen Museum eine Podiumsdiskussion mit namhaften Experten.

Angesichts dieses EU-Beschlusses muss die Alpenkonvention um eine starke Position kämpfen. Welche Impulse kann die Alpenkonvention setzen, um in Zukunft eine starke Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung der Alpen zu spielen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden deren deutschen Vorsitz ab 2015 prägen? Welche Chancen bietet eine makroregionale Strategie für die Alpen? Was bedeutet sie für das Leben der Menschen in den Alpen? Welche Rolle spielen die Metropolen wie München oder Mailand? Und was kann die Zivilgesellschaft tun, um den Prozess aktiv zu begleiten?

Diesen und weiteren Fragen werden sich die Podiumsteilnehmer stellen und versuchen, das abstrakte Thema zu veranschaulichen.

Datum: 26.03.2014, 19:30 Uhr, Alpines Museum, Praterinsel München

Klaus-Jürgen Gran, Präsident des Club Arc Alpin: Begrüßung und Einführung

Teilnehmer:

• Prof. Werner Bätzing, Kulturgeograph, Univ. Erlangen

• Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention

• Dr. Christian Salletmaier, Alpine Space Programme Manager

• Eva Nussmüller, EU Kommission, GD Regio

• Dr. Peter Eggensberger, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

• Dr. Christian Baumgartner, Vizepräsident CIPRA international

• Franz Ferdinand Türtscher, Bürgermeister im Großen Walsertal/Vorarlberg

Moderation: Axel Klemmer, Geograph und Journalist

 

 
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Mitgliedsverbände:

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