Aktuelle Meldungen

Kommission Hütten und Wege auf der Höllentalangerhütte (D)

Jahrestreffen der CAA-Kommissionen Bergsport, Ausbildung und Sicherheit sowie Hütten und Wege

Die CAA-Bergsportkommisssion traf sich am 8.+ 9.Juni auf Einladung des SAC in Bern (CH) und erarbeitete unter Vorsitz von Michael Larcher (ÖAV) 10 Empfehlungen zum Klettern (Indoor). Daneben stand der intensive Austausch über Aktivitäten und Projekte der Verbände im Mittelpunkt, und man befasste sich mit der alpenweiten Notfall-Hotline sowie dem Thema "Gehen am kurzen Seil".
Außerdem wurde über den Entwurf zum Thema "Pedelecs/E-Bikes" diskutiert, mit dem sich anschließend auch die CAA-Hüttenkommission auf ihrem Jahrestreffen am 19./20. Juni auf der Höllentalangerhütte (D) befasste. Der entsprechend geänderte und angepasste Entwurf wird nun nach einer neuerlichen Redaktion dem Vorstand und dann der Mitgliederversammlung vorgelegt. Damit wurde erstmals eine Position von allen drei Fachkommissionen erarbeitet.
Die Hüttenkommission tauschte sich über den aktuellen Stand des Online-REservierungssystems für Hütten, über die Nutzung des Tools des Projekts "Energieeffizienz im Hüttenwesen" und über den Stand bzgl. CEN-Norm für Materialseilbahnen aus. Zusätzlich ging es um die Darstellung von Barrierefreiheit in Tourenportalen. Die Nachfolge für den nach zwei Amtszeiten scheidenden Vorsitzenden Georg Simeoni muss in den kommenden Monaten geregelt werden.

KONSAR in Bozen /Eppan

Jahrestreffen der CAA-Naturschutzkommission in Bozen

Vom 21.-23. April traf sich die CAA-Kommission für Naturschutz und alpine Raumordnung (KONSAR) auf Einladung des Alpenvereins Südtirol in Bozen.
Unter Vorsitz von Marie-Laure Tanon (FFCAM) wurde auführlich über die Aktualisierung der gemeinsamen Positionen zum Klimaschutz, zum Wert der Landschaft und zu Klettersteigen diskutiert. Letztere werden im Nachgang fertiggestellt. Außerdem befasst sich die Kommission mit dem Entwurf für eine Position zum Mountainbiken mit Pedelecs, der anschließend auch von den anderen beiden CAA-Kommissionen diskutiert werden soll. Daneben stand wie immer der Austausch über die zahlreichen Aktivitäten der CAA-Verbände im Naturschutzbereich auf der Agenda, außerdem die Information über Aktuelles bei Alpenkonvention und EUSALP sowie die geplante Gründung des europäischen Bergsportverbands EUMA.
Am Sonntag Vormittag rundete eine Exkursion rund um die Montiggler Seen mit fachkundigen Erläuterungen zum besonderen Mischwald das Treffen ab.

AlpenWoche-Bericht, Video und Kooperationsvideo

Unter dem Motto „Alpen & Menschen“ widmete sich die vierte Ausgabe der AlpenWoche den vielen Facetten der Verbindungen zwischen den Alpen und den Menschen, die dort leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

Wir freuen uns, dass der Bericht zur AlpenWoche nun auf der Website www.alpweek.org zur Verfügung steht. Er beinhaltet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse der Veranstaltung zu den drei Themen Demographie, Kultur und Lebensqualität. Außerdem eröffnet der Bericht neue Perspektiven auf die nächste AlpenWoche.

Wie bereits zum Abschluss festgestellt wurde, müssen ehrgeizige politische Strategien entwickelt werden, um überzeugende Lösungen für die Herausforderungen im Alpenraum zu finden. Diese können aus Initiativen der Zivilgesellschaft sowie der lokalen und regionalen Behörden entstehen und durch Kooperation und Vernetzung gefördert werden. Das erfordert einen politischen und sozialen Dialog, den verschiedene alpine Stakeholder suchen – darunter die Alpenkonvention, das Alpenraumprogramm und zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen. Mit ihrem offenen Charakter und sehr vielfältigen Austauschmöglichkeiten bot die AlpenWoche eine Chance für einen solchen Dialog.

Lesen Sie hier mehr…

Hier außerdem der Link zum Video, das die besondere Atmosphäre der Alpenwoche Netzwerk illustriert.

Vielen Dank an alle, die zum Erfolg der AlpenWoche 2016 beigetragen haben!

Veranstalter:  Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen”; Alpenkonvention; Alpenraumprogramm; Verein Alpenstadt des Jahres; CIPRA International; Club Arc Alpin (CAA); ISCAR Alpine Research; Ökomodell Achental.

Hier der Link zum Kooperationsvideo!

Finanzielle Unterstützung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).

 

 

 

CAA-Mitgliederversammlung 2016 in Innsbruck

Stehend v.l.: Bojan Rotovnik (PZS), Gislar Sulzenbacher (AVS), Veronika Schulz (CAA), Franco Capraro (CAI/CAA), Georg Simeoni (AVS), Ingrid Hayek (ÖAV), Vincenzo Torti (CAI), Hélène Denis (FFCAM), Oskar Wörz (CAA/ÖAV), Josef Klenner (DAV), Miro Erzen (CAA/PZS), Matej Planko (PZS), Hans-Peter Walch (LAV), Jerun Vils (SAC). Vorne: Robert Renzler (ÖAV), Klaus-Jürgen Gran (CAA), Heinz Frei (CAA/SAC), Georges Elzière (FFCAM), Olaf Tabor (DAV)

Am 17.9. trafen sich die Delegierten - Präsidenten und Geschäftsführer- der CAA- Mitgliedsverbände zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Einladung des Österreichischen Alpenvereins in Innsbruck.

Beschlossen wurden eine Empfehlung zu Sicherungsgeräten beim Sportklettern, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte, sowie eine gemeinsame Position zur künstlichen Beschneiung, erarbeitet von der CAA-Kommission für Naturschutz und Alpine Raumordnung.

Beim Online-Reservierungssystem für Hütten, zu dem der CAA eine Anschubfinanzierung gegeben hatte, wurde über den aktuellen Stand des Projekts berichtet. Das erweiterte System ist seit Juli 2016 betriebsbereit und bereits auf zahlreichen Hütten von SAC, DAV und ÖAV im Einsatz. Die Entwicklung einer e-Payment-Lösung ist in Arbeit. Momentan ist das System im Besitz von SAC, DAV, ÖAV und AVS. Weitere Verbände können das System später übernehmen und adaptieren.

Für die Nutzung des im Rahmen des 2015 abgeschlossenen CAA-Projekts "Energieeffizienz auf Hütten" entwickelten Tools hat bereits eine Schulung von Hüttenverantwortlichen stattgefunden, so dass die Matrix zur Beurteilung von Bau- und Sanierungsmaßnamen auch praktisch zur Anwendung kommen wird. 

Den Themenkomplex Alpenkonvention, Alpenwoche 2016 und Makroregionale Alpenstrategie (EUSALP) behandelten die Delegierten unter Anwesenheit von Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention, der hervorhob, wie wichtig die Rolle der alpinen Vereine und des CAA als Beobachter der Alpenkonvention sei. Außerdem stellte er das Programm der bevorstehenden Alpenkonferenz der Umweltminister im Oktober in Grassau/Bayern vor und gab einen Ausblick auf die Vorhaben des nachfolgenden Österreichischen Vorsitzes 2017/18.

Die langjährige Kassierin im CAA-Vorstand, Gianna Rauch, legte auf eigenen Wunsch ihr Amt nieder und wurde von den Delegierten mit herzlichem Dank verabschiedet. Ihren Platz im CAA-Vorstand wird Heinz Frei, Mitglied des SAC–Zentralvorstands, einnehmen, der einstimmig gewählt wurde.

Am Vortag hatten die Delegierten über aktuelle Herausforderungen der alpinen Verbände im CAA diskutiert, was in Folge der letztjährigen Diskussion ein Beitrag zum Erfahrungsaustausch und zu einem besseren Verständnis untereinander sein sollte.

Diskutiert wurde von der Mitgliederversammlung außerdem auch ausführlich über die Gründung eines Europäischen Bergsportverbands, den die meisten grundsätzlich als notwendig betrachten. Über die Gestalt eines solchen Verbandes bestehen allerdings noch unterschiedliche Vorstellungen.

Wie üblich wurden von der Mitgliederversammlung außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet.

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Treffen Sie uns bei der

AlpenWoche: Alpen & Menschen,

 vom 11.-15. Oktober 2016 in Grassau (Deutschland)!

An 25 Sessions, 20 Marktständen und vier Exkursionen können Sie sich informieren über aktuelle Herausforderungen und gemeinsam mit anderen Teilnehmenden Lösungen entwickeln in den Bereichen Kultur, Demografie und Lebensqualität in den Alpen.

Die AlpenWoche ist eine internationale Veranstaltung über neue und vielversprechende Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum. Sie wird von führenden Organisationen, die sich für regionale und nachhaltige Entwicklung in den Alpen engagieren, gemeinsam veranstaltet und findet alle vier Jahre statt. Die AlpenWoche 2016 wird unter dem deutschen Vorsitz der Alpenkonvention ausgerichtet.

Der Österreichische Alpenverein wird am 12.10. eine Session zum Thema "Bergsport & Gesundheit" veranstalten.

Information und Anmeldung: www.alpweek.org

Veranstalter:

Gemeindenetzwerk “Allianz in den Alpen”; Alpenkonvention; Interreg Alpenraumprogramm; Verein Alpenstadt des Jahres; CIPRA International; Club Arc Alpin; ISCAR; Ökomodell Achental.

Finanzielle Unterstützung:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).

AlpenWoche

SemaineAlpine

SettimanaAlpina

AlpskiTeden

AlpWeek

Alpen & Menschen

Des Alpes & des gens

Le Alpi & la gente

Alpe & ljudje

Alps & People

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Festansprache von CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran zur Eröffnung der neuen Landesgeschäftsstelle des Alpenvereins Südtirol (AVS) am 1.4.2016 in Bozen: Abriss der Geschichte des AVS, Einblicke in die CAA-Historie und aktuelle Herausforderungen. 

CAA-Mitgliederversammlung 2015 in Brixen

Klaus-Jürgen Gran (CAA/DAV), Jerun Vils (SAC), Robert Renzler (ÖAV), Olaf Tabor (DAV), Melanie Grimm (DAV), Gislar Sulzenbacher (AVS), Georges Elzière (FFCAM), Ingrid Hayek (ÖAV), Jörg Ruckriegel (DAV), Veronika Schulz (CAA), Michael Larcher (ÖAV), Francoise Jaquet (SAC), Matthäus Hoop (LAV), Hélène Denís (FFCAM), MArianne Hoop (LAV), Bojan Rotovnik (PZS), Georg Simeoni (AVS), Franco Capraro (CAA/CAI), Miro Erzen (CAA(CAI), Anton Jesenko (PZS). Leider nicht auf dem Foto: Oskar Wörz (CAA/ÖAV), Umberto Martini (CAI)

Am 12.9. trafen sich die Delegierten der CAA-Mitgliedsverbände - die Präsidenten und Geschäftsführer - zur diesjährigen Mitgliederversammlung auf Einladung des Alpenvereins Südtirol in Brixen.

Beschlossen wurden gemeinsame Empfehlungen zur Sicherheit auf Skitouren, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte, sowie die endgültige Version der Empfehlungen zur Sicherheit auf Hochtouren.

Beim Online-Reservierungssystem für Hütten, zu dem der CAA die Anschubfinanzierung gegeben hatte, wurde über den aktuellen Stand des Projekts berichtet. Danach wird das anfänglich unter Ägide des SAC entwickelte System, das dieser bereits erfolgreich einsetzt, spätestens im Sommer 2016 auch den DAV-, ÖAV- und AVS-Hütten zu Verfügung stehen und den Wirten die Verwaltung der Schlafplätze erleichtern.

Abgeschlossen ist nunmehr das CAA-Projekt "Energieeffizienz auf Hütten", dessen Ergebnisse den Sektionen und technisch versierten Hüttenverantwortlichen erlauben, mit Hilfe einer Matrix zu beurteilen, wie energieeffizient einzelne Sanierungs- oder Baumaßnahmen tatsächlich sind.

Diskutiert wurde außerdem über den Themenkomplex Alpenkonvention und Makroregionale Alpenstrategie, mit dem den CAA sich als alpenweiter Dachverband und offizieller Beobachter der Alpenkonvention intensiv befasst. Im Oktober 2016 wird der CAA einer der organisierenden Partner der Alpenwoche/Alpweek in Grassau/Chiemgau sein, einem bunten Festival rund um alpenrelevante Themen im Zusammenhang mit der Konferenz der Umweltminister, die den deutschen Vorsitz der Alpenkonvention abschließen wird.

Am Vortag hatten die Delegierten bereits gesondert über die zukünftigen Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte des CAA diskutiert. Größeres Augenmerk soll in Zukunft der internen Kommunikation und dem Erfahrungsaustausch gelten, Strukturveränderungen beim CAA werden dagegen nicht als notwendig angesehen.

Wie üblich wurden von der Mitgliederversammlung außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet.
Zu guter Letzt wurde Klaus-Jürgen Gran vom DAV von den Delegierten einstimmig für eine zweite Amtsperiode als Präsident des CAA wiedergewählt.

Jahrestreffen der CAA-Kommissionen Bergsport, Ausbildung und Sicherheit und Hütten und Wege
Die CAA-Kommission Bergsport, Ausbildung und Sicherheit hat auf ihrem Jahrestreffen im Juni auf dem Pordoipass gemeinsame Empfehlungen für Skitouren erarbeitet, die im September von der Mitgliederversammlung beschlossen werden sollen. Des Weiteren wurde ein Entwurf für eine Position zu Sicherungsgeräten diskutiert, mit dem die Kommission sich noch intensiver befassen wird.

Beim Jahrestreffen der CAA-Kommission Hütten und Wege auf der Liechtensteiner Gafadura-Hütte am 21./22.Juni stand neben dem Abschluss des Projekts „Energieeffizienz im Hüttenwesen“ das gemeinsame Online-Reservierungssystem für Hütten im Mittelpunkt, zu dem der CAA eine Anschubfinanzierung geleistet hat. Im kommenden Winter sollen die ersten Hütten damit arbeiten, ab Sommer 2016 dann alle interessierten Hütten von DAV, ÖAV und AVS.

Jahrestreffen 2015 der CAA-Kommission für Naturschutz und Alpine Raumordnung

Auf ihrem diesjährigen Treffen vom 24.-26. April auf Einladung des LAV in Schaan/Liechtenstein befasste sich die Kommission schwerpunktmäßig mit dem Thema Mountainbiken und Umwelt. Die Rahmenbedingungen in den Alpenstaaten sind durch die unterschiedliche Gesetzeslage verschieden und auch die Integration von Mountainbiken in die Ausbildungsgänge der alpinen Vereine unterscheidet sich erheblich. Ähnlich ist aber in mehreren Verbänden der mittlerweile oft hohe Anteil aktiver Biker in der Mitgliederstruktur – rund ein Drittel – sowie teilweise Probleme mit Erosion und vor allem mit Konflikten zwischen Mountainbikern und Wanderern. Die Kommission einigte sich darauf, dass wegen der großen Unterschiede ein gemeinsames Positionspapier nicht sinnvoll ist, man aber eine Sammlung von „Best Practice“-Beispielen mit Fokus auf Umweltaspekten anfertigen möchte. 

Daneben wurde über weitere Themen für alpenweite Grundsatzpapiere diskutiert: die Kommission hat die Absicht, eine gemeinsame Position der alpinen Vereine zur künstlichen Beschneiung zu erarbeiten. Außerdem wird die Kommission Jörg Ruckriegel (DAV), der der Kommission seit vier Jahren vorsitzt, dem CAA-Vorstand für eine weitere vierjährige Amtsperiode als Vorsitzenden vorschlagen. Wie immer diente die Kommissionssitzung daneben dem wichtigen Informations- und Erfahrungsaustausch über die aktuellen Tätigkeiten der Verbände im Naturschutzbereich und zur Information der Kommissionsmitglieder über derzeitige Schwerpunkte der Vorstandstätigkeit im CAA.

Die nächste Sitzung wird im April 2016 in den französischen Alpen stattfinden.

CAA-Mitgliederversammlung 2014 in Paris

Auf Einladung des französischen Alpenvereins FFCAM fand die diesjährige CAA-Mitgliederversammlung am 13.9. diesmal fern der Alpen in Paris statt.

In der Reihe der Empfehlungen zu den Bergsportdisziplinen beschlossen die Delegierten 10 Empfehlungen zur Sicherheit auf Hochtouren, die die Bergsportkommission vorbereitet hatte. Außerdem wurde das CAA-Positionspapier zu Windkraftanlagen im Gebirgsraum von 2006 aktualisiert und verabschiedet. 

Eine neue gemeinsame Position beschloss die Mitgliederversammlung zur Bedeutung der Landschaft: Es ist genau die, die für viele Bergsportler und sonstige Besucher die Fasziniation der Alpen ausmacht und Identät der Bewohner bestimmt, die aber immer stärker unter Druck gerät.

Ein ganz praktisches Projekt verfolgt der CAA ab sofort mit der Anschubfinanzierung für ein gemeinsames Online-Reservierungssystem für Hüttenübernachtungen, das dem einzelnen Gast seine Reservierungen - auch grenzüberschreitend - und den Hüttenwirten deren Verwaltung erleichtern soll.

Noch nicht ganz, aber fast abgeschlossen ist das CAA-Projekt "Energieeffizienz auf Hütten", dessen Ergebnisse den Sektionen und Hüttenverantwortlichen erlauben wird, mit Hilfe einer Matrix zu beurteilen, wie energieeffizient einzelne Sanierungs- oder Baumaßnahmen tatsächlich sind.

Diskutiert wurde außerdem über den Themenkomplex Alpenkonvention und Makroregionale Alpenstrategie, der den CAA als (auch politischen) alpenweiten Dachverband intensiv beschäftigt. Die Verbände wurden nochmals gebeten, sich an der noch bis Mitte Oktober laufenden öffentlichen Konsultation zur EUSALP (s.u.) zu beteiligen, gern auch über den CAA.

Wie üblich wurden außerdem die Berichte und Jahresplanungen des Vorstands und der Kommissionen sowie Jahresrechnung und Budget verabschiedet. Zu guter letzt wurde der langjährige CAA-Vizepräsident Danilo Skerbinek (PZS), der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren konnte, von Präsident Gran mit warmen Worten und unter Beifall der Mitgliederversammlung verabschiedet. Anschließend wählte die Mitgliederversammlung Miro Erzen (PZS) neu in den Vorstand. Vizepräsident wird nun Oskar Wörz (OeAV) sein, der genau wie Franco Capraro (CAI) in eine zweite Amtsperiode gewählt wurde. 

 

I

Öffentliche Anhörung zur makroregionalen Alpenstrategie EUSALP


Seit dem 16. Juli läuft die öffentliche Anhörung der EU-Kommission zur makroregionalen Alpenstrategie. Bis 15. Oktober können alle Interessierten mit Hilfe eines Fragebogens mit zahlreichen offenen Fragen zu den in einem Begleittext in Kurzform erläuterten geplanten Prinzipien der EUSALP Stellung nehmen und ihrerseits Vorschläge machen und ihre Ideen einbringen.

Link zur Konsultation in den vier Alpensprachen und Englisch

Die Prinzipien wurden im Frühjahr 2014 von drei thematischen Arbeitsgruppen und der Steuerungsgruppe erarbeitet und sind um die drei Säulen des sogenannten "Grenoble-Dokuments" gruppiert, in Kurzform: 1. Nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung, 2. Territoriale Vernetzung, Verkehr, 2. Natürliche und kulturelle Ressourcen, Energie. Die Zivilgesellschaft - zu der auch die Alpenvereine zu zählen sind - war lediglich in den Arbeitsgruppen durch jeweils eine von der CIPRA ernannte Person für das "Alpine Network", das aus Beobachtern der Alpenkonvention bestand, vertreten. In der Steuerungsgruppe waren und sind Staaten und Regionen weitgehend unter sich. Alpenkonvention und Alpine Space Progamm hatten bzw. haben Beobachterstatus. Umso wichtiger ist es, dass sich diejenigen, denen der Schutz der Alpen am Herzen liegt, jetzt zahlreich an der Anhörung beteiligen.

Der CAA wird an der Anhörung teilnehmen und steht für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen zur EUSALP auch auf der Website der CIPRA und beim Projekt Alpen.leben, dass sich mit dem Thema EUSALP und der Alpenkonvention befasst.

 

 

CAA-Podiumsdiskussion „Die Rolle der Alpen – Zentrum Europas oder Hinterland der Metropolen“? im Münchner Alpinen Museum

CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran, dahinter Dr. Christian Baumgartner, Foto: DAV
Foto: DAV
Prof. Werner Bätzing Foto: DAV
Dr. Peter Eggensberger, Eva Nussmüller Foto. DAV

Bietet eine „Makroregionale Alpenstrategie“ einen Mehrwert gegenüber der Alpenkonvention und wenn ja, welchen? Mit welchen Problemen der Alpen beschäftigt man sich in den zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen? Fördert dies die nachhaltige Entwicklung, die ja erklärtes Ziel von allen ist? Diese und viele weitere Fragen diskutierten am Abend des 26.3. 2014 namhafte Experten und Verwaltungsbeamte im Rahmenprogramm der DAV-Ausstellung „Alpen unter Druck“ unter engagierter und fachkundiger Moderation des Alpinjournalisten Axel Klemmer.

CAA-Präsident Klaus-Jürgen Gran stellte in seiner Einführung die Frage, ob denn die geplante Einbeziehung von ca. 66 Millionen Einwohnern in die Gebietskulisse der makroregionalen Strategie nicht zu einer wesentlich komplexeren Interessenlage führe als die, die man schon im Perimeter der Alpenkonvention mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern bisher nicht ganz zufriedenstellend lösen könne.

Alpenforscher Werner Bätzing stellte den neoliberalen Trend fest, Regionen nach Metropolen auszurichten, und damit die eigentlichen Alpen mit ihren Bewohnern zur Peripherie zu machen. Peter Eggensberger vom Bayerischen Umweltministerium sieht dagegen ganz neue Chancen zur Zusammenarbeit und zum Interessensausgleich, er erhofft sich eine integrierte, abgestimmte Alpenpolitik. Christian Baumgartner von CIPRA international glaubt nicht an die Gefahr der Fremdbestimmung, denn auch innerhalb der Alpen gäbe es sehr starke Regionen. Eva Nussmüller von der EU, Expertin für die Makroregion Donauraum, betonte, dass sich die EU bewusst zurückhalte, d.h. die Regionen selbst die Strategie gestalten müssten. Der Donauraum sei noch wesentlich heterogener als die Alpen. Christian Salletmaier vom „Alpine Space Programme“ merkte an, dass manche Probleme besser lokal gelöst werden sollten, während anderes, wie etwa die Biodiversität oder die Nutzung natürlicher Ressourcen, nur grenzübergreifend sinnvoll zu steuern sei, was durch die Projektförderung seines Programms auch passiere. Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention führte das Projekt „Bergsteigerdörfer“ als Positivbeispiel für die Förderung der lokalen Wertschöpfung an und wünscht sich, die Alpen als lebenswerten Raum zu erhalten und sie nicht auf Begriffe wie „Batterie Europas“ zu reduzieren. Franz Ferdinand Türtscher, Bürgermeister der Gemeinde Sonntag im Großen Walsertal, erklärte, dass dort eher eine Förderung des Bundeslandes Vorarlberg erfolge, als dass reiche Gemeinden wie z.B. Lech die ärmeren unterstützten.

Baumgartner vermisst in der kürzlich begonnenen Arbeit der Arbeitsgruppen zur Entwicklung der makroregionalen Strategie bisher die visionären Ziele wie z.B. Lebensqualität oder Suffizienz und sieht die sektorale Herangehensweise, sortiert nach z.B. Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, als eher ungeeignet an. Bätzing plädierte ebenfalls für eine „integrative Orientierung“. Er appellierte, die „funktionalen Verflechtungen“ zwischen Alpen und Vorland „auf Augenhöhe“ zu behandeln, und wies darauf hin, dass die „mentalen und sprachlichen Gräben“ innerhalb der Alpen und zwischen Alpen und Vorland sehr tief seien. Eggensberger forderte die Vertreter der „Zivilgesellschaft“, zu denen auch der CAA und seine Mitgliedsverbände gehören, auf, ihre Ideen in den Prozess einzubringen. Reiterer sieht die makroregionale Strategie auch als Chance, die Alpenkonvention mit Leben zu füllen und die Alpen in Brüssel sichtbarer zu machen.

 „Wohl niemand hat erwartet, dass am Ende des Abends alle Nebel gelichtet sind“, scherzte CAA-Präsident Gran in seinem Schlusswort nach der langen, teilweise anspruchsvollen Diskussion. Aber er kündigte an, dass der CAA sich weiterhin in den Prozess einbringen wird, „um die Idee der Makroregion Alpen mitzugestalten und das Bestmögliche für den Alpenraum herauszuholen, ohne die Errungenschaften der Alpenkonventionen zu gefährden.“  

 Artikel auf der DAV-Website

Podiumsdiskussion: Die Rolle der Alpen – Zentrum Europas oder Hinterland der Metropolen?

Passend zum Beschluss des Europäischen Rats von Dezember 2013, dass eine makroregionale Strategie für die Alpen erarbeitet werden soll, veranstaltet der CAA im Rahmenprogramm der DAV-Ausstellung „Alpen unter Druck“ am 26.3. im Münchner Alpinen Museum eine Podiumsdiskussion mit namhaften Experten.

Angesichts dieses EU-Beschlusses muss die Alpenkonvention um eine starke Position kämpfen. Welche Impulse kann die Alpenkonvention setzen, um in Zukunft eine starke Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung der Alpen zu spielen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden deren deutschen Vorsitz ab 2015 prägen? Welche Chancen bietet eine makroregionale Strategie für die Alpen? Was bedeutet sie für das Leben der Menschen in den Alpen? Welche Rolle spielen die Metropolen wie München oder Mailand? Und was kann die Zivilgesellschaft tun, um den Prozess aktiv zu begleiten?

Diesen und weiteren Fragen werden sich die Podiumsteilnehmer stellen und versuchen, das abstrakte Thema zu veranschaulichen.

Datum: 26.03.2014, 19:30 Uhr, Alpines Museum, Praterinsel München

Klaus-Jürgen Gran, Präsident des Club Arc Alpin: Begrüßung und Einführung

Teilnehmer:

• Prof. Werner Bätzing, Kulturgeograph, Univ. Erlangen

• Markus Reiterer, Generalsekretär der Alpenkonvention

• Dr. Christian Salletmaier, Alpine Space Programme Manager

• Eva Nussmüller, EU Kommission, GD Regio

• Dr. Peter Eggensberger, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

• Dr. Christian Baumgartner, Vizepräsident CIPRA international

• Franz Ferdinand Türtscher, Bürgermeister im Großen Walsertal/Vorarlberg

Moderation: Axel Klemmer, Geograph und Journalist

 

Makroregionale Strategie ohne "Zivilgesellschaft"?

Der europäische Rat hat am 20.12.2013 die EU-Kommission „ersucht“, bis Juni 2015 zusammen mit den Mitgliedsstaaten eine makroregionale Strategie für den Alpenraum auszuarbeiten. Am 17.12 hatte vor EU-Vertretern in Brüssel eine Konferenz der Alpenstaaten und –regionen sowie der Alpenkonvention und Alpine Space stattgefunden, auf der für eine Makroregion Alpen geworben worden ist. CIPRA International hatte dort acht Beobachter der Alpenkonvention – unter ihnen den CAA – vertreten und für einen Einbezug der Zivilgesellschaft in die Erarbeitung der Strategie plädiert. Welche Gremien sich nun in welcher Zusammensetzung sich mit welchen Themen befassen werden, ist zur Zeit noch unklar. Es gab am 20. Januar 2014 bereits ein Treffen des sogenannten „steering committees“, aber ohne Einladung an Vertreter der Zivilgesellschaft. Erst auf einem weiteren Treffen im Februar soll darüber entschieden werden, ob Vertreter der zivilen Gesellschaft überhaupt Einsitz in diesem Gremium erhalten sollen. Unter Koordination der CIPRA wird sich der CAA weiterhin dafür einsetzen.

CIPRA-Information

 

 

Makroregionale Strategie: CAA beteiligt sich an gemeinsamer Initiative mehrere Beobachter der Alpenkonvention
Pressemitteilung der CIPRA, 13.12.13:
NGOs und Netzwerke für eine Makroregion Alpen und die Beteiligung der Zivilgesellschaft 

Am 19. Dezember 2013 entscheidet der Europäische Rat, ob es eine europäische Strategie für den Alpenraum geben soll. Staaten und Regionen feilen seit Monaten an einem entsprechenden Vorschlag – und lassen VertreterInnen der Zivilgesellschaft außen vor. Nun melden sich NGOs und Netzwerke mit einem gemeinsamen Papier zu Wort.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union entscheiden am 19. Dezember 2013, ob die EU-Kommission einen Vorschlag für eine europäische Strategie für den Alpenraum ausarbeiten soll. Was aber sind die Themen dieser Makroregion? Wie sind die Prozesse der Entscheidungsfindung? Dazu arbeiten seit rund einem halben Jahr die Alpenstaaten und einige ausgewählte Regionen an einem Vorschlag, koordiniert vom französischen Außenministerium. Dieses Dokument will Grundsatzfragen beantworten und, kommt eine europäische Strategie für den Alpenraum, schon konkrete Vorschläge für ihre Umsetzung liefern. Allerdings: VertreterInnen der Zivilgesellschaft, Natur- und Umweltschutzorganisationen, Alpenvereine, Wissenschaft und Alpengemeinden durften bei der Ausarbeitung nicht mitreden.

EU-Strategie für den Alpenraum: auf Erfahrungen und Erfolge bauen
Dabei pflegen diese alpenweiten Netzwerke und NGOs schon lange eine Kultur der Zusammenarbeit und des Austausches. Zum Beispiel über die Alpenkonvention. Sie formuliert Ziele für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen, bietet Instrumente und eine Grundlage für Kooperationen. Der Geist der Alpenkonvention muss auch in einer europäischen Strategie für den Alpenraum weiterleben, fordern daher NGOs und Netzwerke in den Alpen. Acht solcher Organisationen – CIPRA International, ISCAR, Allianz in den Alpen, CAA, Alpenstadt des Jahres, WWF, proMONT-BLANC und IUCN – haben ihre gemeinsamen Forderung und Vorschläge für eine Makroregion in ein Papier geschrieben. Es enthält Überlegungen, was die Themen einer Makroregion sein sollten, wie die europäische Gemeinschaft und die Alpen mit einer gemeinsamen Strategie gewinnen.

Offene und transparente Prozesse
Kernelement einer europäischen Strategie für den Alpenraum ist eine neue Multilevel-Governance. Dies verlangt die Europäische Kommission, und das fordern auch die acht Organisationen in ihrem Papier. «Eine Makroregion bringt Europa und den Alpenraum nur dann einen Schritt weiter, wenn sie für die Menschen vor Ort einen Nutzen hat», so Claire Simon, Geschäftsführerin der CIPRA International. NGOs als Vertreter der Zivilgesellschaft könnten eine solche neue Strategie vermitteln und die Netzwerkerfahrung aus den Alpen nach Europa tragen. Dafür aber müssen die NGOs an der Ausarbeitung einer europäischen Strategie für den Alpenraum direkt beteiligt werden. 
> PDF des gemeinsamen Positionspapier der acht Organisationen Alpenstadt des Jahres, Allianz in den Alpen, Club Arc Alpin CAA, Internationales Wissenschaftliches Komitee zur Alpenforschung ISCAR, proMONT-BLANC, World Wide Fund for Nature WWF, International Union for Conservation of Nature IUCN.

 

 

 

 

Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention vertagt Entscheidung über CAA-Antrag "Piz VAl Gronda"

Am 13.11.13 hat der Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention in St. Gallen/CH ausführlich über den Antrag des CAA betreffend einer vermuteten Nichteinhaltung bei der Genehmigung der Tiroler Landesregierung (September 2012) für die Seilbahn auf den Piz Val Gronda zur Erweiterung des Ischgler Skigebietes diskutiert. Der CAA hatte vermutet, dass die Genehmigung nicht Art. 6 (3) des Tourismusprotokolls der Alpenkonvention entspricht. Wegen der vagen Formulierung dieses Artikels und dessen zahlreichen Interpretationsmöglichkeiten hat der Ausschuss noch Klärungsbedarf. Die Diskussion soll nun schriftlich zusammengefasst und ein Konsens gefunden werden, so dass der Ausschuss auf seiner nächsten Sitzung im April 2014 –hoffentlich- eine klare Stellungnahme abgeben wird. Außerdem ist beabsichtigt, ein Dokument zur Interpretation von Art. 6 zu erarbeiten, um zukünftige Entscheidungen zur erleichtern.

Schon am Vortag hat sich der Ausschuss im Rahmen der „Vertiefungsphase“ des neuen Überprüfungsverfahrens dem Thema Tourismus gewidmet. Auf Basis einer Tabelle, die die von den Staaten selbst zugegebenen Defizite in der Umsetzung des Tourismusprotokolls überblicksartig darstellte, wurden Prioritäten festgelegt. Die Staaten werden nun um zusätzliche Informationen zur Umsetzung einiger Artikel gebeten, unter anderem Artikel 6.

Resolution für makroregionale Alpenstrategie

Am 18. Oktober unterzeichneten die Alpenstaaten und Regionen in Grenoble eine politische Resolution für eine makroregionale Alpenstrategie. Dieses Treffen war auf Initiative Frankreichs zustande gekommen, die Zivilgesellschaft – Beobachter der Alpenkonvention und/oder andere NGOs - war nicht eingeladen. Der italienische Vorsitz der Alpenkonvention und Alpenkonventions-Generalsekretär Reiterer bezeugten die Unterzeichnung der Resolution. In einer Pressemitteilung des Ständigen Sekretariats gab Reiterer seiner Hoffnung Ausdruck, dass die EU dann bei der Entwicklung der eigentlichen Strategie einen offenen, konstruktiven und transparenten Dialog mit allen wichtigen Entscheidungsträgern – also auch der Zivilgesellschaft - führt. Der europäische Rat soll am 19. Dezember darüber entscheiden, ob es überhaupt eine makroregionale Alpenstrategie geben wird. Am 17. Dezember ist in Brüssel eine gemeinsame Konferenz von Alpenkonvention, Staaten und Regionen geplant, die die eingeladenen EU-Vertreter von den Vorteilen einer MRS für die Alpen überzeugen soll. Die NGOs sind dort zumindest im Rahmen einer Podiumsdiskussion einbezogen, die CIPRA hat vor, dies zu koordinieren.

Pressemitteilung Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention

 

 

NGOs fordern Beteiligung an der Makroregion Alpen

Beobachterorganisationen der Alpenkonvention nehmen mit Befremden Kenntnis von ihrem Ausschluss aus der Makroregion Alpen. Sie fordern ihren Einbezug in den laufenden Prozess für eine makroregionale Alpenstrategie.

Mit der Makroregionalen Strategie Alpen soll künftig die Zusammenarbeit zwischen dem Alpenraum und den umliegenden Regionen und Metropolen gefördert werden. Am Freitag, 18. Oktober 2013, lädt der französische Europaminister Thierry Repentin VertreterInnen der Alpenregionen und -staaten zu einer Konferenz nach Grenoble ein. Die offiziellen Beobachterorganisationen der Alpenkonvention – und somit die Vertreter der Zivilgesellschaft – befinden sich nicht auf der Einladungsliste des Ministers.

Die Beobachterorganisationen haben stets konstruktiv bei der Alpenkonvention mitgearbeitet. Gleichermaßen sind sie auch bereit, sich bei der Erarbeitung einer Makroregionalen Strategie Alpen zu beteiligen und Themenvorschläge einzubringen. Da die Konferenz in Grenoble den Grundstein für die neue Strategie legen soll, ist ein Einbezug der Beobachterorganisationen zwingend erforderlich. Für die Makroregion verlangen die Beobachterorganisationen im Weiteren, dass die in der Alpenkonvention festgelegten Ziele für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen berücksichtigt werden. Die im Rahmen der Alpenkonvention in den letzten 20 Jahren gemachten Erfahrungen sind dabei eine wichtige Bereicherung für eine Makroregionale Alpenstrategie.

CIPRA, ISCAR, ALPARC, AIDA, Alpenstadt des Jahres, CAA 

Mitgliederversammlung 2013 in Slowenien

Im Ausbildungszentrum des Slowenischen Alpenvereins PZS im Bavšica-Tal nahe Bovec fand am 14.September die jährliche Mitgliederversammlung des CAA statt. Neben den üblichen Tagesordnungspunkten wie Kommissionsberichten, Budget und Jahresplanungen wurde diesmal auch über die Zielgruppen der Positionspapiere und Empfehlungen des CAA diskutiert sowie ein Papier mit 10 Empfehlungen "Mountainbiken - sicher und fair" beschlossen. Diese Empfehlungen wurden unter Federführung der Bergsportkommission und Mitwirkung der anderen beiden Kommissionen erarbeitet. Sie richten sich an die einzelnen Sportler und können von den CAA-Mitgliedverbänden genutzt und publiziert werden. So gelten grenzüberschreitend und alpenweit einheitliche Empfehlungen. Der CAA hat bereits 2011 und 2012 Empfehlungen zum Klettersteiggehen und Bergwandern beschlossen, Empfehlungen für Hochtouren sind in Vorbereitung.
Auf politischer Ebene wird der CAA den laufenden Prozess um die Entwicklung einer Makroregionalen Alpenstrategie weiterhin beobachten und aktiv begleiten. Für Ende März 2014 ist zu dem Thema eine Podiumsdiskussion in München mit Vertretern der verschiedenen Initiativen (u.a. Alpenkonvention, Alpine Space Programme, EU-Kommission, Land Bayern)  vorgesehen, die zum Rahmenprogramm der DAV-Ausstellung "Alpen unter Druck" gehören wird.

 

Die Kommissionssitzungen 2013

Die Naturschutzkommission traf sich Anfang Mai in Innsbruck. Als Hauptthemen wurden die Übersicht über die Umweltbildung in den Verbänden mit einem gemeinsamen Vorwort sowie die Kommentare zu dem Entwurf „Mountainbike-Empfehlungen“ der Bergsportkommission diskutiert. Der Bereich „Alpine Raumordnung“ soll durch eine Podiumsdiskussion zum Thema Makroregional Alpenstrategie im Rahmen der DAV-Ausstellung zum Erschließungsdruck auf die Alpen Ende März 2014 bearbeitet werden. Im nächsten Jahr wird sich die Kommission außerdem mit dem Thema „Wert der Landschaft“ beschäftigen.

Die Kommission Hütten und Wege hat sich Mitte Mai in Chamonix mit allen mit Wegen in Zusammenhang stehenden Fragen befasst: rechtliche Aspekte und Haftungsfragen, Nutzungskonflikte, Finanzierung der Instandhaltung, Zusammenarbeit mit Tourismusorganisationen, Wegepatenschaften, Probleme durch Gletscherrückzug usw.. Außerdem wurde der aktuelle Stand des Projekts Energieeffizienz im Hüttenwesen besprochen, das jetzt in seine Endphase geht. Die Kommission hat dem Vorstand Georg Simeoni für eine zweite Amtszeit als Kommissionsvorsitzenden vorgeschlagen, er ist mittlerweile gewählt. Die nächste Sitzung der Kommission wird Mitte Juni 2014 vom OeAV ausgerichtet. Neben dem Erfahrungsaustausch soll es um Pachtverträge,  Denkmalschutz und die Hüttenstrategie/Marketing gehen.

Hauptthemen der Bergsportkommission waren Mitte Juni in Villnöss/Südtirol neben dem Informationsaustausch zu Projekten der einzelnen Verbände die Diskussion zu den Empfehlungen zum Mountainbiken und ein Antrag der Kommission an die CAA-Mitgliederversammlung zu den Hochtourenempfehlungen, sowie die Piktogramme zu den Empfehlungen zum Bergwandern, die 2012 verabschiedet wurden. Das nächste Treffen wird Anfang Juni 2014 vom DAV ausgerichtet. Themen sollen u.a. Empfehlungen zur Sicherheit auf Skitouren, die Notfallausrüstung und ein übergeordnetes Bildungsleitbild sein.

 

 

Neuer Antrag auf Überprüfung einer vermuteten Nichteinhaltung der ALpenkonvention: Piz Val Gronda

Der Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention hat sich auf seiner 18. Sitzung am 9./10.4. in Ponte di Legno/I mit dem neuen Antrag des CAA auf Überprüfung einer vermuteten Nichteinhaltung der Alpenkonvention bzgl. der Erschließung des Piz Val Gronda befasst. Der CAA geht davon aus, dass die aktuell genehmigte Seilbahn u.a. gegen Art.6 des Tourismusprotokolls verstößt. Der Ausschuss wird in den nächsten Monaten nun weitere Unterlagen und Stellungnahmen, vor allem Österreichs und der EU, einholen und verschiedenen Fragen nachgehen, die aus dem Antrag hervorgehen und auf der nächsten Sitzung im November hoffentlich zu einer klaren Aussage finden.

Der vor einem Jahr bzgl. des Windparks am Sattelberg wird vom Ausschuss solange nicht bearbeitet, solange kein rechtkräftiges Urteil im örtlichen Verfahren vorliegt.

Zweites Hauptthema der Sitzung war am Vortag das Vorgehen bzgl. der Vertiefungsphase des 2012 beschlossenen neuen Überprüfungsverfahrens. Der Ausschuss beschloss, zunächst das Thema Tourismus zu behandeln und zwar auf der Grundlage der Berichte des Ausschusses von 2009 und 2011, der Empfehlungen der Alpenkonferenzen sowie weiterer heranzuziehender Informationen, wie z.B. dem RSA IV (4. Alpenzustandsbericht). Für die nächste Sitzung werden die bzgl. Tourismus in den Unterlagen festgestellten Defizite und Schwierigkeiten in der (rechtlichen) Umsetzung der Alpenkonvention zunächst zusammengestellt. Interessant wird die Frage, welche Prioritäten der Bearbeitung dann gesetzt werden sollen.
Der CAA wird sich weiterhin aktiv in die Arbeit des Ausschusses einbringen.

Alpenkonvention unter italienischem Vorsitz

Am 7./8. März fand in Bozen die erste Sitzung des Ständigen Ausschusses der Alpenkonvention unter dem neuen italienischen Vorsitz 2013/14 statt, eingebettet in eine "Alpine Spring Festival" genannte Woche mit Veranstaltungen zu vielen Themen, die auch in den Arbeitsgruppen und Plattformen der Alpenkonvention diskutiert werden. Ein Schwerpunkt des italienischen Vorsitzes wird das Thema Energie bilden, das im Rahmen einer neuen Plattform unter Schweizer Vorsitz bearbeitet wird und sich mt der Nutzung, Produktion, Speicherung und dem Transport von Energie befasst. Umweltminister Clini eröffnete die Sitzung des Ständigen Ausschusses - und besuchte anschließend eine (Lobby-)veranstaltung des Südtiroler Unternehmerverbandes. Der CAA wird einen Experten in die Plattform entsenden.
Weiterhin wird es eine neue AG Bergwald geben, die sich mit der Schutz- und Nutzfunktion des Waldes und dem Erhalt der Biodiversität auseinandersetzt. Geplant ist außerdem eine bessere Koordination der Arbeit der mittlerweile sehr zahlreichen Arbeitsgruppen und Plattformen.

 

Mitgliederversammlung am Ende der Alpenwoche in Poschiavo

Am Ende der Alpenwoche, die vom 5.-8. September in Poschiavo in Graubünden stattfand, hat die diesjährige CAA-Mitgliederversammlung mehrere wichtige Beschlüsse gefasst.
So wird Englisch ab sofort neben Deutsch zweite Hauptsprache des CAA, ein entsprechender Teil der Website wird eingerichtet. Die Mitgliederversammlung beschloss außerdem zwei von der Kommission Naturschutz und alpine Raumordnung erarbeitete Positionspapiere zu aktuellen Alpenthemen, nämlich zur Energiepolitik und zu Erlebnisinstallationen. Von der Bergsportkommission waren gemeinsame Empfehlungen zur Sicherheit auf Klettersteigen und zum sicheren Bergwandern in die Mitgliederversammlung eingebracht worden, die wie das Papier "Bergsport und Risiko" ebenfalls beschlossen wurden.

Am Vortag der Mitgliederversammlung hatte der CAA im Rahmen der Alpenwoche mit positiver Resonanz ein Quiz mit dem Titel "Alpinismus zwischen Funpark und Klimawandel" veranstaltet, das die Themen "Erlebnisinstallationen" und "Bergsport und Klimawandel" interaktiv mit dem Publikum und humorvoll moderiert von Michael Ruhland (Chefredakteur des Magazins "Bergsteiger") vorstellte. Die Experten Ulla Schüpbach (SAC), Georg Unterberger (OeAV), Jörg Ruckriegel (DAV) und Jürg Meyer (Bergführer und Geologe) erläuterten die Problematik und legten die Positionen und Aktivitäten der alpinen Verbände dar (Foto Experten). Der CAA, der Mitorganisator dieser vielfältigen Alpenwoche war, präsentierte diese Themen außerdem an einem Marktstand im "Forum" der Alpenwoche.

Erstmals fand die Alpenwoche gemeinsam mit Ständigem Ausschuss der Alpenkonvention und der 12. Alpenkonferenz der Umweltminister statt, was sich als gelungener Versuch herausstellte und die insgesamt über 400 Teilnehmer miteinander ins Gespräch brachte. Die Minster beschlossen u.a. eine vertiefte Beschäftigung mit der Energieproblematik in den Alpen, wozu auch eine Plattform "Energie" eingerichtet werden wird. Außerdem wurde das "Input-Paper" der Alpenkonvention für die Diskussion um die Einrichtung einer makroregionalen Alpenstrategie sowie ein neues Überprüfungsverfahren verabschiedet.

 

 
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